
Kreislaufwirtschaft betrachtet ganze Systeme: vom Materialursprung über Nutzung, Pflege, Reparatur und Wiederverwendung bis zur hochwertigen Rückführung. Recycling ist ein mögliches Element, jedoch oft letzte Option nach Produktlebensverlängerung. Ein Innenausbauprojekt in Zürich sparte massiv Abfall, indem es modulare Glasscheiben wieder einsetzte, statt sie energieintensiv einschmelzen zu lassen.

Demontagefreundlichkeit bedeutet, Verbindungen schraubbar, klebearm und sortenrein lösbar zu planen. So entstehen Möbel, Wände und Decken, die sich ohne Zerstörung trennen lassen. Ein Hotelumbau gewann Wochen Bauzeit, weil Trockenbauelemente nummeriert, dokumentiert und später als geprüfte Bauteile in identischer Qualität wieder eingebaut werden konnten.

Materialgesundheit bewertet Inhaltsstoffe, Emissionen und Expositionen über den gesamten Nutzungszeitraum. Entscheidend sind nicht nur Grenzwerte, sondern verständliche Inhaltsstofftransparenz, Vermeidungsstrategien und Nachweise. Ein Planungsbüro verhinderte spätere Beschwerden, weil es Klebstoffe mit problematischen Weichmachern frühzeitig ausschloss und auf mechanische Befestigungen mit detailliertem Datenblattwechsel setzte.
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